Hoher Besuch aus Zagreb

Ivo Lukic, rechte Hand von Prof. Tomislav Ivancic und Verbindungsmann zu den deutschsprachigen Gemeinschaften, die sich in der Hagiotherapie engagieren, war zu Besuch in Deutschland.

Ivo Lukic, rechte Hand von Prof. Tomislav Ivancic und Verbindungsmann zu den deutschsprachigen Gemeinschaften, die sich in der Hagiotherapie engagieren, war zu Besuch in Deutschland. Er weilte vom 14. bis 16. September in Limburg und ließ es sich nicht nehmen, dem HZL Hagio-Zentrum-Limburg einen Besuch abzustatten. Am Wochenende vorher war er bei der Generalversammlung von GGW Deutschland in Marienstatt. Dort wurde ein neuer Vorstand für Deutschland gewählt. Bernd Faßbender konnte dort auch seine neue Internetseite www.hagio-zentrum-limburg.de vorstellen.

Vor einem Jahr war Ivo Lukic bereits schon einmal in Limburg und hat sich damals die Bauarbeiten zum Zentrum angesehen. Nun konnte er die fertiggestellten Räume des 1. Zentrums der Hagiotherapie in Deutschland, das in weltlichen Räumen arbeitet, ansehen. In Limburg wurde echte Pionierarbeit geleistet und er war begeistert über das, was er zu sehen bekam. Schöne lichte Räume, moderne Tagungstechnik und einladende Räume für Einzelgespräche.

Das äußere Erscheinungsbild gefiel ihm sehr, aber er wollte auch sehen, was im  HZL Hagio-Zentrum-Limburg inhaltlich mit der Hagiotherapie so läuft. Deshalb traf er sich am Montagmorgen mit den Mitarbeitern des HZL zu Einzelgesprächen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen beim Chinesen saßen alle im Zentrum zusammen und besprachen Fälle aus der Praxis der Hagiotherapie. Eine straffe, zielgerichtete Gesprächsführung ermöglichte  einen wertvollen Austausch. Ivo Lukic erklärte uns nochmals die Grundzüge der Hagiotherapie und wies darauf hin, dass sie nichts mit Evangelisation oder Pastoral zu tun hat. Der größte und beste Hagioassistent ist der, der uns geschaffen hat. Wir sind seine Werkzeuge und zu uns kann jeder Mensch kommen, so wie er ist. Unsere Aufgabe ist es, den Patienten wieder zum Guten zu befreien und ihm die Güte, die Wahrheit und die Einheit zu zeigen. Dadurch kann er einen gesunden Geist erlangen. Jeder ist eine Person, die wir ernst nehmen müssen und jeder ist uns willkommen. Uns motivierten sehr stark zwei Zitate von Pater Kentenich, die er sagte, als er ins KZ musste: „Die brauchen mich!" und „Wenn einer nicht glauben kann, dann glaube ich für ihn!“
In der Hagiotherapie steht für den Glauben der Begriff „Vertrauen“. Wer einmal eine solche Erfahrung gemacht hat, gewinnt Vertrauen in das Gute. Denn das meinen wir ja, wenn wir jemanden trösten wollen und ihm sagen: „Ich glaube für Dich! Du vertraust auf das Gute, weil Du die Erfahrung gemacht hast, das es das Böse besiegt.“ Das hilft dem Anderen auf die Füße.

Am Dienstag besichtigte er morgens mit Bernd Faßbender die Limburger Altstadt und stattete dem Dom einen Besuch ab. Nachmittags begleitete er Herrn Faßbender zu einem Vortrag „Gutes denken, Gutes reden, Gutes tun“ bei einem Seniorennachmittag in St. Nikolaus Dehrn. Dieser  Vortrag ist in einfacher verständlicher Form mit Geschichten aus dem Leben für Menschen gemacht, die noch nichts von der Hagiotherapie wissen.

Am Dienstagabend nahm er im  HZL Hagio-Zentrum-Limburg in der Diezer Str. 38 am 8. Vortrag teil. Barbara Auer referierte über das Thema „Anatomie der  Seele, Was uns lebendig Macht.“ Ein sehr interessanter und tief gehender Vortrag über das Leben und das Sein des Menschen, sowohl in psychischer, somatischer als auch geistiger Hinsicht.

Ivo Lukic stellt sich an diesem Abend kurz den Zuhörern vor und brachte herzliche Grüße aus Zagreb mit. Er erklärte die Grundlagen der Hagiotherapie sehr anschaulich und humorvoll. Am Ende seiner Ausführungen stellte er seinem Publikum 4 ernsthaft Fragen, die jeder in der anschließenden Stille einmal überdenken sollte:

 

  1. Bin ich heute Abend bereit, alle Sorgen und Nöte hier im Zentrum los zu lassen, statt sie an mich zu binden?
  2. Kann ich warten, statt zu drängeln?
  3. Alles Verdrängte drängt irgendwann ans Licht. Wenn wir im Licht gehen, sind wir bereit, ab heute Abend etwas Neues anzufangen?
  4. Der Mensch ist für Ganzheitlichkeit geschaffen. Wenn wir zerstreut sind, hoffen wir auf Vollkommenheit und Ganzheit?

Sehr nachdenklich endete dieser Vortragsabend und es gab noch anschließend in lockerer Atmosphäre einige interessante Gespräche.

Danke Ivo Lukic. Er hat uns viel Wissen vermittelt, unsere Motivation gesteigert und uns Mut für unsere Arbeit gemacht. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr im  HZL Hagio-Zentrum-Limburg.

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