Geistige Heilung in der Hagiotherapie Nr. 1

Organe der Geistseele: Person, Gewissen, Intellekt, Herz.

Vortrag im Hagio-Zentrum-Limburg am 17.12.2015 um 19.00 Uhr

Bernd Faßbender

1.) Der Organismus der Geistseele (ein kurzer Überblick)

Was ist die Geistseele: Sie ist die Person. Der Mensch ist Person, im Augenblick seiner Entstehung. Mit Hund oder Katze kannst du nicht kommunizieren, nur mit einem anderen Menschen und mit Gott, zuerst mit dem Schöpfer.

Unterscheiden wir in der Geistseele die "Person" von dem, was sie hat, das IST vom HABEN. Das Leben ist das Bestehen. Das Gewissen, die Stimme des Seins, die dir sagt, pass auf, wenn du Böses tust, tötest du das Leben in dir. Solange du auf dein Gewissen hörst lebst du.

2.) Organische Pathologie

In der Hagiotherapie gibt es keine Heilmittel, wie Pillen oder Wundverbände. Wir müssen dem Menschen die Güte und die Liebe und das Leben bringen. Dann kann er aufrecht unter der Sonne gehen. Jeder von uns ist ein Suchender, aber Du brauchst nicht alles. Du kamst nackt auf die Erde und gehst nackt wieder von der Erde. Sei frei und nicht abhängig. Kannst du noch über dich lachen. Habe Zeit für dich und andere und den Schöpfer. Selig sind die, die geben.

Was passiert, wenn unserer geistigen Organe verletzt werden? Eine verletzte Person wird depressiv, selbstmitleidig, Sie hat aber auch mannigfache Kräfte in den Organen der Geistseele. Diese Kräfte kann man zum Guten oder Bösen verwenden. Wenn zum Guten, werden wir gesund sein, wenn zum Bösen, dann entstehen Krankheiten.

Es liegt an der Entscheidung des Menschen für das Böse oder das Gute, für die Kreativität, für den Gehorsam, das Gewissen.

Die Frage ist, was wird den Mensch aktivieren? Das hängt ab von: Gutem Denken, guten Reden, gutem Tun im Positiven oder von Versuchung, Täuschung und Verführung im Negativen.

3.) Welche geistigen Organe gibt es?

Wie der physische Leib seine Organe hat, so hat die Geistseele auch ihre „Organe“, das heißt, verschiedene Oganismen sind Ursache von verschiedenen Fähigkeiten. So gibt es eine Einteilung in:

 

I. Vitale Organe:

Durch sie ist der Mensch mit dem absoluten Sein verbunden. Es sind die Organe: Person, Leben, Gewissen als Existenz (Gutes), Herz, Glauben als Zuversicht.

 

II. Kognitive Organe: (Organe des Wissens)

Durch sie erkennt der Mensch, was er tun kann, um seinen Mangel zu beheben. Es sind die Organe: Intellekt, Verstand, Bewusstsein, Intuition, Glaube als offenbartem Wissen, Gewissen als Wissen, Gedächtnis und Erinnerung.

 

III. Tätige Organe:

Durch sie verwirklicht der Mensch immer mehr, die in ihm angelegten Möglichkeiten und damit sich selbst. Es sind die Organe: der Kreativität, der Praxis, der Entscheidungsfreiheit, des Charakter, der Tugenden, der Sittsamkeit, des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe und der Religösität.

Also nochmals zum einprägen: Vitale Organe, kognitive Organe und tätige Organe.

4.) Die Organe: Person, Intellekt, Gewissen und Herz:

Die Person:

Das zentrale „Organ“ der Geistseele ist die Person, die Persönlichkeit. Die Person bündelt in sich alle ihre Fähigkeiten und Erlebnisse. Sie ist auch das Zentrum, von dem aus alle anderen Kräfte aktiviert werden, deren sich der Mensch bedient und durch die er sein Fähigkeiten entwickelt. Bei allen anderen Organen der Geistseele sagen wir, dass der Mensch sie hat. Bei der Person sagen wir aber, dass er das ist.

So ist jeder Mensch einmalig, hat eine eigene Identität und seine Originalität. Er kann niemand anderes sein, nicht aus sich herausgehen und ein anderer werden. Aber, er kann seine Persönlichkeit unermesslich entwickeln. Er kann sich selbst übersteigen.

Die Person hat ihre Würde, ihre Verantwortung, ihre Entschei-dungen und ihre Erfordernisse.

Hier setzt die Hagiotherapie an. Das Organ der menschlichen Person muss in erster Linie behandelt, gepflegt und gesund erhalten werden.

Kurz zusammengefasst nochmals folgende Aussagen:

 

Das Gewissen:

Das Gewissen weist den Menschen darauf hin, das es für sein Leben und Gelingen wichtig ist, gut zu sein, die Wahrheit zu suchen und sich selbst, Gott und den Mitmenschen zu lieben. So ist es quasi ein Wächter über unsere Existenz. Es beschützt uns vor dem Bösen, es führt uns zum Guten, es befreit uns vom Bösen, von der Sünde und von Verwundungen. Wir können es so sagen: Wer auf sein Gewissen hört, der hört auf Gott! Das Gewissen ist unsere Mitte, es ist der Wächter unseres Lebens, unser bester Freund.

Wenn wir nicht auf das Gewissen hören, es verletzen, dagegen arbeiten verursachen wir uns selbst tiefsten Schmerz. Lebt er im Einklang mit seinem Gewissen, dann ist der „Organismus“ seiner Geistseele gesund. Sein Leben wird sicher sein, er wird in Frieden leben und kreativ sein.

 

Der Intellekt:

Der Intellekt ist das Organ der Erkenntnis. Er bezeichnet die Fähigkeit, etwas geistig zu erfassen. Verlebendigt wird das Organ Intellekt, wenn der Mensch sich immer wieder auf die Suche nach der Wahrheit begibt und versucht danach zu leben.

Mit seinem Intellekt erkennt der Mensch alles um sich herum unmittelbar intuitiv. Er erkennt sowohl die geistige als auch materielle Welt und verbindet sie miteinander.

Es gibt im Intellekt die Vernunft und den Verstand, die Ratio. Der Verstand strebt danach, das vom Intellekt intuitiv Erkannte zu verstehen, detailliert zu beschreiben, analytisch zu begreifen. Der Verstand will das Erkannte in einen bestimmten Rahmen setzen und in Worten und Begriffen ausdrücken.

Man kann sagen: Alles was die Naturwissenschaften erkennen ist in der Schöpfung schon da. Sie decken es auf.

Die Naturwissenschaften bedienen sich bei ihren Forschungen des Verstandes, die Philosophie und die Theologie des Intellekts. Gott zu erkennen ist mit dem Intellekt gut möglich.

Zusammengefasst die Kernaussage:

Der Intellekt erkennt auf der Ebene des Geistes, der Verstand auf der Ebene der Materie und der Psyche. Nur durch beide zusammen kann der Mensch zu umfassender Erkenntnis kommen.

 

Das Herz:

Das Herz ist im Menschen das Zentrum der Ereignisse. Es ist eine Art Speicher oder Archiv in dem gute, aber auch schlechte Entscheidungen, die Erlebnisse, Erfahrungen, Sehnsüchte und Wünsche, Jammern, Freude, Visionen und Intuitonen abgelegt werden. Dort warten sie im Archiv darauf, aktiviert zu werden. Im Herzen wohnen unsere guten und bösen Neigungen.

Wichtig ist es das Herz zu reinigen, die Verfehlungen zuzugeben, negative Gedanken, Worte und Werke zu bereuen. Dafür das Herz mit guten Gedanken füllen, mit positiven Worten, mit wahrer Erkenntnis und besonders mit Liebe und Vertrauen. All das heilt unser Herz und befreit es von Schmerz und Leid.

Am Schnellsten wird unser Herz geheilt, wenn wir uns intuitiv mit dem allmächtigen Gott, unseren Schöpfer, verbinden. Dann nimmt unser Herz von ihm die Güte, die Wahrheit, die Schönheit, die Liebe in sich auf und wird von Vertrauen, Freude, Kreativität und Leben erfüllt.

Die Liebe ist das Fundament und die Quelle der Gesundheit des menschlichen Herzens. Das Gute, was wir anderen tun, heilt uns selbst in der Tiefe

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